The Cold War Continuum: The Role of Sound Systems in the Vibrational Delusions of Sonic Warfare

Welche Faktoren könnten dafür verantwortlich sein, wie und warum die Tonsystemkultur und das Medium des Tons selbst zu Gravitationssphären geworden sind, in die das Militär, verdeckte Regierungsbehörden, Kulturproduzenten und Theoretiker gleichermaßen seit Beginn der (erster) Kalter Krieg? Innerhalb des scheinbaren Wiedererwachens und Kultivierens einer neuen Art der Feindseligkeiten des Kalten Krieges kann man eine Bahn bedeutender, aber vielleicht noch nicht ausreichend kartographierter Ereignisse finden: Ereignisse, die wohl die Keimbedingungen geschaffen haben für die technologischen und klanglichen Möglichkeiten von Klang- und Klangsystemen, einerseits die zeitgenössische globale Politik, staatliche Kriegsführung und die Militarisierung des täglichen Lebens gleichermaßen zu beeinflussen und neu zu konfigurieren; und auf der anderen Seite bildende Kunst, philosophische Forschung, wissenschaftliche Forschung und Sound Studies, Rassen-, feministische und queere Diskurse und Praxen sowie Club-Subkultur, die dabei zu einem immer wichtigeren Instrument im Arsenal der Kulturpolitik werden. Ein eintägiges Programm aus Diskussionen, Vorträgen und audiovisuellen Präsentationen, das die Ausstellung Schizo Sonics und die Performance von A War of Decibels des Klang- und Bildkünstlers Nik Nowak im Kindl Zentrum für zeitgenössische Kunst (Berlin) begleitet und seinen Höhepunkt erreicht, das Symposium The Cold War Continuum: The Role of Sound Systems in the Vibrational Delusions of Sonic Warfare bringt renommierte Klangtheoretiker und -philosophen, Kulturkommentatoren des Kalten Krieges mit Kulturschaffenden aus den Bereichen bildende Kunst, DJ- und Soundsystemkultur und der kuratorischer und musealer Ausstellungskontext. Dabei zielt das Symposium darauf ab, die ungeahnten Homologien – d. h. die unerwarteten Klänge und Ko-Evolutionen – aufzudecken, die zwischen Kunst, Rasse und den Hinterlassenschaften der ideologischen Sonopolitik des Kalten Krieges, zeitgenössischer militärischer Technologien und Praktiken sowie der Entwicklung bestehen der Soundsystemkultur. Im Zentrum der kritischen Analyse einer Reihe von punktuellen politischen Ereignissen werden die eingeladenen Diskutanten die operativen Modalitäten erörtern, durch die das klangliche Potenzial von Klangsystemen – sowohl historisch als auch zeitgenössisch – in breitere sonopolitische Schlachten um Anziehung und Abstoßung, um Macht, Kontrolle und Dominanz – wurden von konkurrierenden ideologischen und kulturellen Fraktionen genutzt und/oder als Waffe eingesetzt, und wie gegensätzlich diese Modi wirklich sind. Aus der fast vergessenen Geschichte des Berliner Lautsprecherkrieges (‚Loud Speaker War‘) ab 1961 mit seinem mobilen Soundsystem kollidiert zwischen der DDR-Rôte Hugos und dem westdeutschen Studio am Stacheldraht (‚Studio am Stacheldraht‘), und die eskalierenden, vergeltenden Schallangriffe über die deutsch-deutsche Grenze in einem Wettlauf um die räumliche und psychische Vorherrschaft des geteilten Berliner Himmels und seiner Menschen darunter; auf die gegnerischen Abhör- und geheimen Überwachungspraktiken der NSA- und KGB-„Abhörstationen“ auf dem jetzt topologisch ikonischen Teufelsberg und seinem feindlichen Gegenstück in Karlshorst als technisches und technologisches Wettrüsten und spekulative Analogie zur Berliner Mauer; auf die überraschende Rolle und Verstrickung jamaikanischen Soundsystems innerhalb dieses Kontinuums des Kalten Krieges, zuerst im revolutionären dekolonialen Kampf der Insel um Unabhängigkeit und Selbstbestimmung und später dann im akustischen Stellvertreterkrieg, bei dem das Simulakrum ritueller Gewalt im Lärm inszeniert wurde -Waffen der Zusammenstöße mit dem Soundsystem würden während der jamaikanischen Parlamentswahlen der 1970er Jahre tödlich werden, als die Insel entlang sonopolitischer Linien geteilt wurde und entweder Michael Manleys sozialistisch orientierter People’s National Party (PNP) oder Edward Seagas (oft Edward . genannt) angehörte CIA-ga) – Jamaika Labour Party (JLP); nach Kuba, und der psychologisch und viszeral störende „akustische Angriff“ im Jahr 2017 auf die kubanische US-Botschaft, von dem viel Verschleierung in Bezug auf den (Miss-)Gebrauch von unsauberen Infra- und Ultraschallsystemen und deren Anwendung vorliegt das immateriellste Material, dass dieses Ereignis seinen eigenen Mythos hervorgebracht hat, wird in Hyperstition gehüllt; und dann, im Echo dieser kompliziertesten Geschichte, im zeitgenössischen Moment und in den Räumen – geschlechtlich, queer, ökologisch – anzukommen, die sich durch seine Komplexität in der Politik der Tanzfläche öffnen. The Cold War Continuum: The Role of Sound Systems in the Vibrational Delusions of Sonic Warfare, zielt daher darauf ab, den zwischen Berlin, Jamaika und Kuba bestehenden klanglichen Nexus durch sonopolitische Exkursionen in die Räume und politischen Ereignisse dazwischen zu artikulieren, um eine Erforschung, wie das Denken mit und durch die Soundsystemkultur noch eingesetzt werden könnte, um neue Formen des (und für) politischen Ausdrucks und Dissens zu schaffen, um der schleichenden Rückkehr und Propaganda einer (neuen) Teilung des Kalten Krieges entgegenzuwirken Welt. .

(10 * angesehen, 1 * heute angesehen)

TIPI TOPI:

aus Kanal